Brand Design: So sorgst du dafür, dass dein Markenauftritt zu deinem Business passt und Kund:innen überzeugt
In Kooperation mit Sisa Studio
Du kannst bei Google auf Seite 1 stehen, mit deinen Pins Tausende Menschen erreichen oder von ChatGPT als passende Expertin empfohlen werden und trotzdem nicht die Person sein, bei der am Ende gebucht oder gekauft wird.
Denn gefunden zu werden ist nicht dasselbe wie gewählt zu werden.
Und wie schnell dabei der erste Eindruck entsteht, finde ich selbst immer wieder erstaunlich.
In einer Studie von Lindgaard und Kolleg:innen (2006) zur Wahrnehmung von Websites¹ konnten Menschen deren visuelle Attraktivität bereits nach 50 Millisekunden beurteilen. Das sind 0,05 Sekunden. Dieser erste visuelle Eindruck sagt natürlich noch nicht, ob jemand später dein Angebot kauft oder dir vertraut. Aber er zeigt ziemlich eindrücklich, wie schnell wir anfangen, das, was wir sehen, einzuordnen.
Wirkt diese Marke professionell? Hochwertig? Sympathisch? Modern? Passt sie zu dem, was ich gerade suche? Einer der ersten Punkte in dieser Wahrnehmung: dein Brand Design.
Genau deshalb möchte ich in diesem Artikel zwei Themen zusammenbringen, die für mich viel enger miteinander verbunden sind, als wir im Marketing manchmal darüber sprechen: Sichtbarkeit und Markenwahrnehmung.
Und ich habe dafür das perfekte Praxisbeispiel: mein eigenes Rebranding, das ich gemeinsam mit Sabrina Sigl von Sisa Studio entwickelt habe. Sabrina bringt dabei die Perspektive als Brand Designerin mit. Ich die Perspektive aus Marketing, Sichtbarkeit und natürlich aus meinem eigenen Business.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Brand Design eigentlich?
Brand Design ist die visuelle Übersetzung deiner Marke.
Dazu gehören zum Beispiel Farben, Typografie, Logos, Bildsprache, Formen und andere wiederkehrende Gestaltungselemente. Aber gutes Brand Design beginnt für mich nicht bei der Frage, welche Farbe gerade schön aussieht.
Dahinter steht deine Brand Identity, also das, was deine Marke im Kern ausmacht: deine Werte, deine Positionierung, deine Persönlichkeit, deine Zielgruppe und das, wofür du stehen möchtest.
Dein Brand Design übersetzt diese Identität in eine visuelle Welt.
Und auf der anderen Seite steht die Markenwahrnehmung: Was kommt davon bei anderen Menschen tatsächlich an?
Sabrina beschreibt den strategischen Teil des Prozesses so: „Strategie hält länger, weil sie an deinen Werten, deiner Zielgruppe und deinem Warum andockt.“
Erst danach kommt die visuelle Übersetzung. Denn gutes Brand Design soll nicht einfach hochwertig aussehen. Es soll das Richtige kommunizieren.
Gefunden werden ist nur der Anfang
Ich beschäftige mich in meiner Arbeit sehr viel mit der Frage, wie Menschen Unternehmen, Angebote und Expert:innen überhaupt entdecken.
Über Pinterest. Google. Einen Blogartikel. Eine Empfehlung. Social Media. Einen Podcast. Oder inzwischen eben auch über KI Systeme wie ChatGPT.
All das kann dafür sorgen, dass jemand zum ersten Mal auf dich aufmerksam wird. Aber was passiert danach?
Die Person öffnet deine Website. Sie klickt auf dein Profil. Sie schaut sich dein Angebot an. Vielleicht begegnet sie dir in den nächsten Wochen noch an drei anderen Stellen. Und dabei entsteht nach und nach ein Bild deiner Marke.
Genau deshalb ist meine Überzeugung: Mehr Sichtbarkeit löst kein Wahrnehmungsproblem.
Du kannst immer mehr Reichweite aufbauen. Wenn das, was Menschen anschließend sehen, nicht zu deiner tatsächlichen Qualität, Positionierung oder Persönlichkeit passt, hast du nur mehr Menschen, die möglicherweise den falschen Eindruck von dir bekommen.
Deshalb gehören für mich zwei Fragen zusammen:
- Wie werde ich von den richtigen Menschen gefunden?
- Und was nehmen diese Menschen wahr, wenn sie mich gefunden haben?
Mein eigenes Branding ist dafür ein ziemlich gutes Beispiel.
Ich mochte mein altes Branding und trotzdem war es Zeit für ein Rebranding
Ich habe mich schon immer wahnsinnig für Ästhetik interessiert.
Farben, Formen, Schriften, Fotografie, Interior, Mode. All diese Dinge haben mir schon immer Spaß gemacht. Deshalb war es für mich lange völlig selbstverständlich, mein eigenes Branding selbst zu entwickeln. Und ich hatte wirklich Freude daran.
Ich habe Stunden damit verbracht, Farben auszuwählen, Schriften miteinander zu kombinieren und meine eigene visuelle Welt aufzubauen. Mein Branding hat sich über die Jahre immer wieder mit mir weiterentwickelt.
Dazu kam natürlich ein ganz pragmatischer Punkt.
Ich bin direkt aus dem Studium in die Selbstständigkeit gestartet. Das Budget, um sämtliche Bereiche meines Business an Profis auszulagern, war schlicht nicht da.
Mit der Zeit veränderte sich aber nicht nur mein Business. Auch mein Anspruch daran wurde ein anderer. Meine Angebote wurden hochwertiger. Meine Expertise größer. Meine Positionierung klarer. Und ich selbst hatte irgendwann das Gefühl:
Mein Business ist meinem Branding entwachsen.
Nicht, weil mein altes Branding schlecht war. Ich mochte es, aber es fühlte sich zunehmend etwas zu süß und mädchenhaft für das Business an, das inzwischen dahinterstand. Ich wollte es geradliniger, eleganter, erwachsener und hochwertiger.
Die Qualität, die ich in meine Arbeit, meine Inhalte und meine Angebote stecke, sollte sich auch in meinem Markenauftritt widerspiegeln. Also beschloss ich, einen Bereich abzugeben, den ich bis dahin fast immer selbst übernommen hatte.
Warum es mir trotzdem schwerfiel, mein Brand Design aus der Hand zu geben
Ich hatte in meinen Content Creator Zeiten schon mehrfach Designer:innen für Logos, Header und ähnliche Dinge beauftragt.
Und obwohl mir deren Portfolio vorher gefallen hatte, saß ich teilweise vor dem Ergebnis und dachte: Oha, das bin überhaupt nicht ich. Das hat mich vorsichtig gemacht.
Denn nur weil jemand gute Arbeit macht, heißt das nicht automatisch, dass diese Person die richtige Designerin für deine Marke ist.
Für mich ist das ein bisschen wie bei Fotograf:innen. Es gibt unzählige fantastische Fotograf:innen. Trotzdem würde ich nicht jede davon für mein eigenes Brand Shooting buchen, weil Bildsprache, Ästhetik und Stil zu mir passen müssen.
Als ich dann auf den Instagram Account von Sisa Studio gestoßen bin, hatte ich ziemlich schnell das Gefühl: Wir sind auf einer Wellenlänge.
Ich mochte Sabrinas Ästhetik, ihren Blick für Details und die Art, wie sie Marken visuell umsetzt. Und irgendwann war der Gedanke einfach: Ja. Darin kann ich mich sehen.
Behind the Scenes: So entstand mein neues Brand Design mit Sisa Studio
1. Erst einmal musste klar sein, wer diese Marke eigentlich ist
Am Anfang stand kein Logo. Sabrina schickte mir zunächst einen ausführlichen Fragebogen zu meiner Marke, meinem Business, meiner Zielgruppe, meinen Werten und meiner Persönlichkeit.
Und sagen wir es so: Ich hatte einiges zu sagen.
Ich kenne mein Business sehr gut, beschäftige mich selbst viel mit Positionierung und hatte bereits ziemlich konkrete Vorstellungen davon, was ich mag und was nicht.
Ein Teil, mit dem ich mich vorher selbst noch gar nicht beschäftigt hatte, waren meine Markenarchetypen, die Sabrina im Zuge des Brandings für mich herausgearbeitet hat.
Mein Kernarchetyp ist zu 70 Prozent The Sage. Er steht unter anderem für Wissen, Expertise, Klarheit, Orientierung und strategisches Denken. Die anderen 30 Prozent sind The Magician. Hier kommen Kreativität, Vision, Inspiration und Transformation ins Spiel.
Und rückblickend finde ich diese Kombination ziemlich on point. Denn genau diese beiden Seiten wollte ich in meinem neuen Branding zusammenbringen:
Expertise und Kreativität.
Klarheit und Persönlichkeit.
Strategie und Ästhetik.
Auch meine Markenwerte haben Sabrina und ich im Prozess noch einmal klar herausgearbeitet: Ästhetik, Luxus, Female Empowerment, Qualität, Leichtigkeit, Eleganz und Sinnlichkeit.
Damit stand die Grundlage. Erst danach kam die Frage: Wie sieht all das eigentlich aus?
2. Mein Pinterest Branding Board wurde zum visuellen Briefing
Zusätzlich zum Fragebogen haben Sabrina und ich mit einem Pinterest Board gearbeitet. Dort sammelte ich Bilder, Designs, Farben, Stimmungen und Inspirationen, die für mich das Gefühl der neuen Marke transportierten.
Es ging dabei nicht darum, einzelne Designs zu kopieren. Viel spannender war die Frage: Was verbindet all diese Dinge, die mich ansprechen?
Ein ziemlich deutlicher roter Faden war beispielsweise La Dolce Vita. Italien, Genuss, Ästhetik, Leichtigkeit, Eleganz.
Sabrina konnte diese visuelle Sammlung mit meinen strategischen Antworten zusammenbringen und daraus eine eigene Markenwelt entwickeln.
3. Es durfte neu werden, ohne alles Alte wegzuwerfen
Ein Rebranding muss nicht bedeuten, dass du deine komplette bisherige Identität entsorgst.
Sabrina formuliert es so: „Ein Business, das wächst, darf und soll optisch mitwachsen.“ Gleichzeitig sagt sie: „Kontinuität schafft Wiedererkennung, man muss nicht alles über den Haufen werfen, nur weil man wächst.“
Und genau das war bei mir der richtige Ansatz.
Bestimmte Elemente meines alten Brandings durften bleiben. Mein Beige zum Beispiel. Auch die feminine Grundrichtung war weiterhin richtig.
Was sich ändern sollte, war der Rahmen. Weniger süß. Erwachsener. Geradliniger. Hochwertiger. Mit mehr Kontrast und Charakter.
Sabrina beschreibt das Ergebnis so: „Die Basis ist geblieben: deine Farben, dein femininer Look, dein Wesen. Aber jetzt wirkt alles bewusster gesetzt statt zufällig gewachsen.“
Die Farbwelt wurde reduzierter und erwachsener. Mein Beige bekam mit einem tiefen Espressoton einen deutlich stärkeren Gegenpol. Dazu kommen einzelne bewusst eingesetzte Akzentfarben.
Auch bei der Typografie treffen unterschiedliche Seiten meiner Marke aufeinander: elegante Serifen auf eine klare serifenlose Schrift und einzelne verspieltere Details.
Dazu entwickelte Sabrina eine komplette Logo Suite mit unterschiedlichen Varianten, die je nach Medium und verfügbarem Platz eingesetzt werden können.
Sabrina selbst beschreibt meine neue Markenwelt als eine Kombination aus: „Eleganz, femininer Leichtigkeit und italienischen Einflüssen.“
Und ich könnte das Ergebnis kaum besser beschreiben. Das neue Branding fühlt sich für mich persönlich, erwachsen und hochwertig an, ohne generisch zu werden.
Es ist feminin, ohne süß zu sein.
Elegant, ohne steif zu wirken.
Professionell, ohne meine Persönlichkeit glattzubügeln.
4. Und ja, ich sehe wirklich jedes Detail
Wer mich kennt, wird an dieser Stelle vermutlich wenig überrascht sein: Ich bin ziemlich detailverliebt. Bei einer der ersten Schriften war mein Feedback beispielsweise sinngemäß: Sie ist schön. Aber irgendwie bin das nicht ganz ich.
Das ist wahrscheinlich ein Detail, über das ein Großteil der Menschen niemals bewusst nachdenken würde. Für mich hat es trotzdem einen Unterschied gemacht.
Und ich glaube tatsächlich, dass ich damit nicht unbedingt die einfachste Kundin für eine Brand Designerin bin. Ich hatte schon vor unserem Prozess ein sehr klares ästhetisches Empfinden, habe unglaublich viel Input mitgebracht und merke teilweise Unterschiede, bei denen andere vielleicht längst sagen würden: Passt doch.
Genau deshalb fand ich die Zusammenarbeit mit Sabrina so gut. Sie ist mit meiner Detailverliebtheit extrem professionell und feinfühlig umgegangen. Ich hatte nie das Gefühl, dass mein Feedback nervt oder ich mich rechtfertigen muss, weil mir irgendeine vermeintliche Kleinigkeit wichtig ist.
Stattdessen hat sie verstanden, dass genau diese Feinheiten darüber entscheiden, ob ich mich am Ende wirklich in meiner Marke wiederfinde.
Also sind wir bei der Schrift noch einmal rangegangen. Sabrina hat Alternativen gesucht und irgendwann war sie da: die Variante, bei der es sich für mich richtig angefühlt hat.
Gerade bei einem Projekt, das so persönlich ist wie die eigene Marke, fand ich das unglaublich wertvoll.
Ein Rebranding endet nicht mit dem neuen Logo
Was ich vor meinem eigenen Rebranding definitiv unterschätzt habe: Wie lange es dauert, ein neues Branding wirklich überall auszurollen.
Website, Landingpages, Newsletter Templates, Präsentationen, PDFs, Freebies, Pinterest Templates, Social Media Profile, Verkaufsseiten, externe Profile, Plattformen und wahrscheinlich noch 25 Stellen, an die du im ersten Moment überhaupt nicht denkst.
Selbst ungefähr ein Jahr später finde ich bei mir immer noch vereinzelt Stellen, an denen etwas aus dem alten Branding auftaucht. Weil ein Markenauftritt heute aus unglaublich vielen digitalen Touchpoints besteht und nicht jedes alte PDF sofort die höchste Business Priorität hat.
Trotzdem lohnt es sich, diese Stellen nach und nach zu aktualisieren. Plan diese Einarbeitungszeit also unbedingt ein, wenn es ans Rebranding geht.
Konsistenz ist nicht nur eine Designfrage
Denn Menschen begegnen deiner Marke heute selten nur an einer Stelle. Vielleicht entdecken sie einen Pin von dir, googeln anschließend deinen Namen, landen auf deiner Website, sehen dich Wochen später in einem Podcast und fragen irgendwann ChatGPT nach einer Empfehlung.
Dabei entsteht nicht aus einem einzigen Touchpoint deine Markenwahrnehmung, sondern aus vielen einzelnen Signalen.
Und Konsistenz bedeutet dabei für mich mehr als dieselben Farben zu verwenden. Name, Positionierung, Themen, Unternehmensinformationen, Expertise, Botschaften und visueller Markenauftritt sollten zusammen ein möglichst schlüssiges Bild ergeben.
Auch mein Styleguide wurde genau mit diesem Gedanken entwickelt: Er soll dabei helfen, das Design über unterschiedliche Anwendungen hinweg klar, einheitlich und wiedererkennbar einzusetzen.
Gerade wenn du nicht nur über Social Media gefunden werden möchtest, sondern auch über Google, Pinterest oder KI Systeme sichtbar sein willst, lohnt sich deshalb der Blick auf das Gesamtbild deiner digitalen Präsenz.
- Wo taucht deine Marke auf?
- Sind die Informationen dort noch aktuell?
- Wirst du überall ungefähr für dieselben Themen eingeordnet?
- Und welches Bild deiner Marke entsteht, wenn all diese einzelnen Signale zusammengenommen werden?
Genau damit beschäftigen wir uns übrigens auch in meinem Authority Signals Lab in dem wir uns anschauen, wie du bei KI Suchanfragen sichtbar wirst.
Langfristige Sichtbarkeit bedeutet für mich deshalb nicht nur Reichweite. Eine starke Marke sollte an unterschiedlichen relevanten Stellen auffindbar, verständlich, einordbar und wiedererkennbar sein.
Woran merkst du, dass dein Brand Design nicht mehr zu deinem Business passt?
Nicht jedes Branding braucht nach zwei Jahren automatisch ein Rebranding. Viel interessanter finde ich diese Fragen:
- Spiegelt mein Markenauftritt noch die Qualität und Positionierung meines heutigen Business wider?
- Spricht er die Menschen an, mit denen ich heute arbeiten möchte?
- Passt die Wirkung meiner Marke noch zu dem, wofür ich wahrgenommen werden möchte?
- Fühle ich mich selbst noch wirklich darin wieder?
- Hat sich mein Business weiterentwickelt, während mein Branding auf einem alten Stand stehen geblieben ist?
Wenn du bei mehreren Punkten merkst, dass etwas nicht mehr zusammenpasst, muss die Antwort trotzdem nicht automatisch ein komplettes Rebranding sein.
Manchmal reicht eine gezielte Weiterentwicklung. Und genau damit beschäftige ich mich lustigerweise gerade selbst schon wieder.
Plot Twist: Muss ich mein Branding jetzt schon wieder ändern?
Auf meinem Logo steht aktuell noch Pinterest Expertin. Das war zum Zeitpunkt des Rebrandings absolut passend.
Mittlerweile hat sich meine Arbeit aber weiterentwickelt. Pinterest ist nach wie vor ein wichtiger Teil davon, aber ich beschäftige mich deutlich stärker mit Discovery Marketing, langfristiger Sichtbarkeit, Content, Brand Authority und der Frage, wie Unternehmen nicht nur gefunden, sondern auch als relevante Wahl wahrgenommen werden.
Und deshalb merke ich gerade: Pinterest Expertin bildet mein heutiges Business nicht mehr vollständig ab.
Muss ich deshalb schon wieder ein Rebranding machen? Zum Glück nein.
Ich habe Sabrina genau das gefragt und ihre Antwort fand ich ziemlich beruhigend: „Eine Brand darf und soll sich weiterentwickeln. Eine neue Subline ist deshalb eine ganz normale Anpassung und kein Rebranding.“
Allerdings hat sie mir auch direkt den Designerinnen Reality Check mitgegeben: „Verändert sich die Länge der Subline, verschieben sich auch die Proportionen im Logo. Abstände, Schriftgröße und Lesbarkeit müssen danach wieder stimmig zusammenpassen.“
Heißt: Auch kleine Änderungen sollte ich nicht einfach schnell selbst in Canva ins Logo tippen.
Eine größere Überarbeitung sieht Sabrina erst dann als sinnvoll an: „Wenn sich Zielgruppe, Werte oder Positionierung grundlegend verändern und das Design den neuen Kurs nicht mehr widerspiegelt.“
Und genau das finde ich eigentlich einen ziemlich schönen Gedanken. Deine Marke darf sich weiterentwickeln, ohne dass deshalb alles, was vorher da war, plötzlich falsch ist. Oder wie Sabrina es formuliert: „Ein Branding ist kein Denkmal …“
Mein Fazit zu meinem Rebranding mit Sisa Studio
Wenn ich heute auf mein Branding schaue, bin ich immer noch wahnsinnig happy mit dem Ergebnis.
Gerade weil ich selbst so lange meine Brandings gestaltet habe, ein ziemlich ausgeprägtes ästhetisches Empfinden habe und teilweise sehr genaue Vorstellungen mitbringe, war es für mich gar nicht selbstverständlich, diesen Bereich komplett aus der Hand zu geben.
Sabrina hat es geschafft, viele Dinge, die bei mir vorher eher als Gefühl, einzelne Referenzen oder Ideen im Kopf existiert haben, in eine konsistente Markenwelt zu übersetzen.
Eine Markenwelt, die sich hochwertiger und erwachsener anfühlt, aber trotzdem immer noch sehr nach mir.
Besonders schätze ich rückblickend, wie professionell sie mit meinen Rückmeldungen umgegangen ist. Sie hat nicht einfach ihren eigenen Stil über meine Marke gelegt, sondern wirklich versucht zu verstehen, was zu mir passt und warum.
Und genau das wäre wahrscheinlich auch mein wichtigstes Learning, wenn du selbst gerade nach einer Brand Designerin suchst: Such nicht nur jemanden, dessen Portfolio schön aussieht. Such jemanden, bei dem du das Gefühl hast, dass deine Marke verstanden wird.
Bei Sabrina hatte ich genau dieses Gefühl und das Ergebnis bestätigt es für mich bis heute.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Branding deinem Business ebenfalls nicht mehr ganz hinterherkommt: Mehr über Sabrina, ihre Arbeit und ihre Angebote rund um Brand Design findest du auf der Website von Sisa Studio.
Deine Marke darf mit deinem Business mitwachsen
Mein altes Branding war nicht schlecht. Es war auch kein Fehler, es damals selbst zu gestalten, denn es hat zu einer bestimmten Phase meines Business sehr gut gepasst.
Irgendwann war ich ihm nur entwachsen.
Und vielleicht ist das die sinnvollere Frage, wenn du gerade über dein eigenes Brand Design nachdenkst.
Nicht: Ist mein Branding noch schön genug?
Sondern: Passt das, was Menschen sehen, noch zu dem, was mein Business heute ist und wofür ich wahrgenommen werden möchte?
Denn gefunden zu werden ist nur der Anfang. Danach müssen Menschen verstehen, wer du bist, was du kannst und warum du für sie relevant sein könntest.
Deshalb gehören für mich Sichtbarkeit, Positionierung, Content und Brand Design viel enger zusammen, als wir diese Themen häufig betrachten.
Deine Marke muss nicht stehen bleiben, damit sie wiedererkennbar bleibt. Sie darf mit deinem Business mitwachsen.
Quellen:
¹ https://doi.org/10.1080/01449290500330448

